Alljährliche Krötenwanderung

Seit vielen Jahren haben Naturschützer in unserer Gemeinde dem Amphibientod an unseren Straßen den Kampf angesagt.

Die Wanderung der Amphibien in unserem Gemeindegebiet findet hauptsächlich im Bereich der Luitpoldstraße statt. Zum Ablaichen benutzen viele Amphibien unsere Biotope die südlich der Luitpoldstraße (Bauhofbiotop Hirschwinkel) liegen und die Gartenteiche in der nahen Luitpoldsiedlung.

Damit unsere Krötenpopulation im Gemeindegebiet erhalten bleibt, werden wie jedes Jahr unsere freiwilligen Helfer den Tieren über die Straßen helfen, insbesondere über die Luitpoldstraße. Damit unsere Helfer nicht zusätzlichen Gefahren durch den Durchgangsverkehr bei der alljährlichen Krötenwanderung ausgesetzt sind, müssen ab der Dämmerung Straßenabschnitte (Luitpoldstraße ab der Sportplatzstraße bis zur Wächterhofstraße) für den Durchgangsverkehr gesperrt werden.

Die Krötenwanderung gehört zu den faszinierendsten, aber auch seltsamsten Phänomenen der Natur. Die Gründe für die Wanderung liegen in der Fortpflanzung der Amphibien. Die weiblichen Kröten suchen hierzu den Tümpel auf, an dem sie selbst geschlüpft sind, und wo sie geeignete Lebens- und Wachstumsbedingungen vorgefunden haben. Damit gehören die Tiere zu den ortsgebundenen Amphibien.

Der Weg zur Laichstelle wird mithilfe eines speziellen Organs im Gehirn gefunden. Erdkröten verfügen also über ein integriertes Navigationssystem. So kommt es, dass die Tiere querbeet durch Wälder, Wiesen, Wohngebiete und Verkehrswege ziehen. Lediglich wenn das Gewässer, an dem eine Kröte aufgewachsen ist, ausgetrocknet ist oder der Weg dorthin verbaut wurde, suchen sich die Tiere ein alternatives Gewässer.

Dabei stellt der Straßenverkehr für die reisenden Tiere die größte Gefahr dar, da viele von ihnen überfahren werden. Wir bitten alle Autofahrer während der Krötenwanderung um rücksichtsvolles Fahren und Verständnis für unsere notwendige Arbeit. Darüber hinaus bietet der BN jedem die Möglichkeit, Straßenabschnitte mit überfahrenen Amphibien zu melden, die dann besser geschützt werden können